Fairfashion

Warum Second-Hand Mode die nachhaltigste Form von Konsum ist

Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit in Bezug auf Mode? Ist es ein nachhaltiger Konsum? Der Konsum von nachhaltiger Mode? Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen? Oder ist es eine Mischung aus all dem? Für mich beginnt Nachhaltigkeit im Kopf. Noch bevor Konsum statt findet, überlege ich mir ob ich es überhaupt konsumieren sollte.

Brauche ich es wirklich? Macht es mich glücklich? Fühle ich mich darin wohl? Wann und zu welchen Anlässen kann ich es tragen? Brauche ich es auch noch in einem Monat? Morgen? In einem Jahr? Oder gar in einer Woche?

American Apparel Second Hand

Keine halben Sachen mehr!

Wenn ich die obigen Fragen mit einem klaren (!) “Ja” beantworten kann und mir das Teil hundertprozentig gefällt kommt es zum Kauf. Keine halben Sachen, denn 99% zählen hierbei nicht! Allerdings sollten wir uns zudem fragen, ob wir nicht noch nachhaltiger handeln könnten. Fairfashion ist die eine Möglichkeit, welche aber für viele Menschen einfach zu kostenintensiv ist. Teuer ist der falsche Begriff dafür meiner Meinung. Es sind gerechtfertigte Preise für eine gerechtfertigte Branche. Nur die Konsumenten, dazu zähle ich mich auch, sind an andere Preise der Fast-Fashion Industrie gewöhnt. H&M, Zara, Primark & Co. haben in unseren Köpfen ein völlig abstruses Bild von dem Wert der Kleidung hergestellt.

American Apparel Second Hand

Second-Hand als Alternative für einen nachhaltigen Kleiderschrank

Falls der Kauf von bestimmter Fairfashion Kleidung im Laden über meinem Budget liegt, so kaufe ich mir bestimmte Teile einfach Second-Hand. Nach kurzer Suche auf den bekannten Plattformen, wie zum Beispiel Kleiderkreisel oder Ebay Kleinanzeigen findet man einfach alles, wirklich alles, was das Herz begehrt. Die Preise sind unschlagbar günstig. Es ist Ressourcenschonend. Und wir haben uns mit dem Kauf intensiver auseinander gesetzt. Ich gehe tatsächlich noch einen Schritt weiter und konsumiere seit zwei Jahren nur noch Fairfashion Marken Second-Hand. Ich möchte einfach keine unfaire Kleidung mehr auf meiner liebevoll gehegten Kleiderstange haben und brauche diese nach und nach auf. Allerdings finde ich es wie gesagt vollkommen gerechtfertigt, auch konventionelle Marken Second-Hand zu kaufen. Das ist wirklich nachhaltig! Bestehende Ressourcen nutzen und ihnen ein zweites Leben schenken. Ob es jetzt fair oder unfair produziert wurde, ist in diesem Stadium eigentlich egal. Die Mode bleibt im Umlauf und das ist was zählt. So habe ich es auch mit diesem Kleid gemacht. Für grade mal 10€ habe ich es auf der Plattform Kleiderkreisel ergattern können und bin immer wieder glücklich es anzuziehen.

American Apparel Second Hand

Wohin mit meiner Kleiderspende?

Wenn ihr auch dem Minimalismus Trend verfallen seid und am aussortieren seid, dann bringt eure Kleidung bitte nicht zu Altkleider Containern. Informiert euch über regionale Kleiderspenden, die auch wirklich bei hilfsbedürftigen Menschen ankommen. Denn Kleidung, die wir mit gutem gewissen in den Altkleider Container werfen, legen den kompletten Bekleidungsmarkt in den 3. Welt Ländern lahm. Die gespendete Kleidung wird nicht an Hilfsbedürftige geschenkt, sondern teuer weiterverkauft, sodass ein lukratives Geschäftsmodell für die Hilfsorganisationen und die Händler daraus geworden ist. Nur die Ärmsten der Armen haben nichts davon. Unsere Kleidung hat ihnen jegliche Chance auf Arbeit genommen, da wir Sie mit unseren Spenden überschwemmen. Die ARD Dokumentation Die Altkleider Lüge – Wie Spenden zum Geschäft werden, schafft einen guten Überblick und thematisiert das Problem sehr anschaulich. Denkt bitte vorher nach, ob ihr eure Kleidung nicht an Freunde, Familie oder seriöse Spendensammlungen verschenken oder auf den gängigen Plattformen verkaufen könnt.

Outfit Details

👗 Second-Hand Fairfashion Kleid von American Apparel
👓 Nachhaltige Sonnenbrille THE DUCHESS aus Kirschholz von Take A Shot

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